28.09.2025
- Vorwort
- Nachruf auf Pfr. Edgar Weihe
- Kirchenwahlen
- Vorstellung der Kandidaten
- Herzensort
- Termine, Termine
- Fundsachen, Austrägersuche
- Aus dem Gemeindeleben
- Freiwilliger Gemeindebeitrag
Vorwort
„Manchmal ähneln die Engel Alltagsmenschen. Sie gehen einfach vorbei. Ein kleines Wort aber lässt dich stutzen, ein Aufblitzen – und du hältst inne. Winziger Augenblick, doch in den Tag fällt ein Glanz.“ (Tina Willms)
Dieser Tage sehe ich viele Menschen, die auf ihrem Weg innehalten, sich Zeit nehmen, sich freuen: An den vielen liebevoll gestalteten „Alltagsmenschen“ der Künstlerinnen Laura und Christel Lechner, die in unserer Stadt an vielen Ecken zu entdecken sind. Geht man an ihnen vorbei, so vermitteln sie das Gefühl echter Präsenz und man bleibt unwillkürlich stehen, stutzt und wendet sich um – eine wahre Begegnung mit der Kunst. Dem „Sylter Paar“ mit Hund neben unserer Kirche möchte ich oft ein fröhliches „Moin!“ entgegenrufen. Besonders gut aber gefällt mir eine Installation: Die große, schön gedeckte Tafel mitten in der Fußgängerzone. Da sitzen die „Alltagsmenschen“ gemeinsam um den Tisch, vor ihnen stehen Teller mit Brötchen, eine Schale mit Äpfeln, Blumen und Sektflaschen. Die freien Stühle laden ein, sich dazuzusetzen. Viele Passanten nehmen das stumme Angebot gern in Anspruch und hocken sich fröhlich dazu. Mich erinnert die Szenerie an vergangene Sommertage im Garten, gemeinsam mit Familie und Freunden – mit meinen Alltagsmenschen. An spontane Besuche, schöne, tiefe Tischgespräche, an Genuss und Leichtigkeit. Wunderbar ist das, wenn man das Leben in seiner Fülle gastfreundlich teilen kann. „Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“ (Hebr. 13,2) – das sagt die Bibel dazu.